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Boris Langendorf

 

Hier erfahren Sie demnächst mehr zum neuen Buch.

 

 

Nachrichten für Kleinanleger

 

 

 

Hamburg, den 22.09.2017

Immer diese Ausrufezeichen

So wenig wie Sie Überschriften trauen sollten, die mit Fragezeichen enden ("wir wissen es auch nicht"), sollten Sie auf Anhäufungen von Ausrufezeichen geben wie in diesem Beispiel:

 

Hier veruchen gleich drei Beiträge (so der Verdacht), eine unsichere Meinung durch das Ausrufezeichen entschiedener aussehen zu lassen.

aus: finenznachrichten.de

 

 

Hamburg, den 21.09.2017

Laufen Sie nicht den kleinen Moden hinterher

Es kommt immer mal wieder ein Modethema hoch, das scheinbar überzeugend darauf drängt, sich an den einschlägigen Unternehmen zu beteiligen. Einfach zu verlockend ist die Aussicht, sich in der Startphase an einen bedeutenden Trend anzuhängen und auf der Welle zu reiten, bis man so richtig reich ist.

So etwas kommt vor, siehe Amazon, ist aber nicht der Normalfall. Das meiste, was die Finanz- oder gar die Boulevardpresse heute begeistert, ist morgen vorbei, wenn die Masse schon die nächste Sau durchs Dorf treibt. Erinnern Sie sich noch an die Seltenen Erden, die Fracking-Ausrüster oder die 3-D-Drucker? Aktuell ist gerade Cannabis dran. Auch Aktien gewisser exotischer Länder werden immer mal wieder zu Geheimtipps.

So lange der Hype durch die Preese geistert, ist das höchstens Anlass für ein Spielchen mit Spielgeld. Aber verpassen Sie nicht den Ausstieg, bevor das Thema zu langweilen anfängt. Ihre langfrisrige Geldanlage bauen Sir darauf bitte nicht auf.

 

 

Hamburg, den 20.09.2017

Den Sozialismus ausprobieren

"Der deutsche Staat freut sich über die Niedrigzinspolitik und will noch einmal richtig zulangen. Eine Anleihe über zwei Milliarden Euro wird der Bund heute auflegen – und schreibt damit Geschichte am Anleihemarkt: Der Zinscoupon wird nämlich bei nur 1,25 Prozent liegen - neuer europäischer Tiefststand. Falls die Bundesrepublik doch noch den Sozialismus ausprobieren möchte, mit kreditfinanzierten Infrastrukturprogrammen und einem imposanten Sozialstaat auf Pump, dann jetzt. Nie war es so billig, verantwortungslos zu sein."

Heute mal ein zitierenswerter Absatz aus dem ansonsten immer linkslastiger und unsachlicher werdenden Newsletter von Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart

 

 

Hamburg, den 19.09.2017

In Autos einsteigen, in Auto-Aktien nicht

Seit zwei Jahren stehen Auto-Aktien kräftig unter Druck. Zuletzt liefen aber die Papiere dieser Branche wieder deutlich besser als der DAX. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, dort einzusteigen?

Eine fundierte Antwort gibt der Finanzjournalist Torsten Ewert im Newsletter von Stockstreet. Er diskutiert zunächst die fundamentalen Auswirkungen des Diesel-Streits auf die Autoindustrie und kommt zu dem Schluss, dass die Risiken noch keineswegs abgehakt sind. Dann knöpft er sich die Charts vor und vergleicht die Auto-Werte mit den Papieren von Energieunternehmen und Banken, denn diese beiden Branchen haben mit zeitlichem Vorlauf ähnliche exogene Rückschläge wie die Autoindustrie erlebt.

Der Vergleich der Branchenindices zeigt, dass die Auto-Aktien möglicherweise tatsächlich am Beginn einer längeren Erholung stehen, deren Potenzial aber begrenzt bleiben sollte. Der Vergleich mit den beiden anderen Branchen zeigt obendrein, dass die Autoaktien sich wahrscheinich auch während ihrer Erholung schwächer entwickeln werden als der DAX-Durchschnitt. Klare Empfehlung: wer in Autoaktien investiert ist, sollte die aktuelle Erholung nutzen, um Verluste zu begrenzen. Sprich: verkaufen.

Es schadet nicht, sich diesen kostenlosen und dennoch schlauen Newsletter zu abonniren:

stockstreet.de

 

 

Hamburg, den 18.09.2017

Keine Milchmädchenhausse

Viele haben Angst, die seit März 2009 gestiegen Börsenkurse könnten schon eine Blse ausbilden und es sei Zeit, aus Aktien auszusteigen. "Diese Angst hemmt Anleger zu Unrecht", sagt Steffen Bielmeier, Chefvolkswirt der DZ Bank: eine "Milchmädchenhausse" gibt es derzeit nicht, keine Euphorie beschwört einen neuen Crash hervor. Im Gegenteil seien die Anleger aus Angst vor Rückschlägen momentan viel zu zögerlich. Warum Bielmeier meint, dass zögernde Anleger den Kursen bald hinterhersehen werden, lesen Sie ausführlicher hier:

https://bielmeiersblog.dzbank.de/2017/09/15/angst-vor-crashes-blasen-hemmt-anleger-zu-unrecht/

 

 

Hamburg, den 15.09.2017

Was die Notenbanken können und was nicht

Eine erfreulich kurz gefasste Übersicht über die Möglichkeiten und Grenzen der Notenbanken finden Sie im Blog der Consorsbank. Sie erklärt die Mechanik der Zinspolitik: Bekommen die Banken billigeres Geld von der Notanbank, können und wollen sie mehr an Wirtschaft und Konsumenten verleihen. Für eine Konjunkturbeflügelung ist das eine notwendige Bedingung, aber keine hinreichende: sind Konjunktur und Stimmung so schlecht, dass keiner mehr Kredite haben will, dann nützt auch der billigste Zins nichts. Umgekehrt bei Leitzinserhöhungen gegen überschäumende Konjunktur. Die Notenbanken können also nur Hilfestellung geben. Entscheidend für die Konjunkturentwicklung ist aber die Wirtschaftspolitik, indem sie die Leistungsträger und Konsumenten ermutigt. Oder eben nicht.

http://newsletter.bankenverband.de/c/23341683/87ea73363ec4-owaz6d

 

 

Hamburg, den 14.09.2017

Dividenden können Zinsersatz bleiben

Das sagt der Finanzberater: "Sie können es, auch wenn sie niedriger ausfallen. Die Dividendenrenditen sind in Deutschland mit rund 3 Prozent auf attraktivem Niveau. Aber nicht nur auf die Dividendenhöhe, sondern auf die Nachhaltigkeit in der Zukunft achten."

der-finanzberater.de

 

 

Hamburg, den 13.09.2017

Wer soll die offenen Stellen besetzen?

Die Deutschen vom Jahrgang 1967 werden dieses Jahr 50 und gehen in rund 15 Jahren in Rente. Das waren noch richtig geburtenstarke Jahrgänge, aktuell wächst weniger als die Hälfte nach.. Die Zahl der erwerbsfähigen Jahrgänge zwischen 20 und 60 wird sich bis 2030 um ein Siebentel verringern. Wer soll dann noch all die Waren produzieren, die Deutschland bisher in alle Welt verkauft, wer soll die Dienstleistungen erbringen, die das Land funktionsfähig hält? Schon im ersten Quartal 2017 gab es mehr als eine Million offene Stellen . . .

 

 

Hamburg, den 12.09.2017

DAX-Papiere sind attraktiv bewertet

Die Bewertung des DAX ist zuletzt gesunken, rechnet Steffen Bielmeier, Chefvoolkswirt der DZ Bank, vor. Das KGV entspricht einer Gewinnrendite von 8 Prozent, die Dividendenrendite beträgt 3,3 Prozent. Im Vergleich dazu gibt es 0,4 Prozent Rendite bei Staatsanleihen. Die Bewertung des DAX ist damit sehr attraktiv.

 

 

Hamburg, den 11.09.2017

Window dressing: Ihre Chance

Das vierte Quartal naht, und damit die Zeit für Window dressing. Das ist die Strategie mancher Fondsmanager, schnell noch vor Jahresende schlecht laufende Aktien aus ihren Depots zu verkaufen und durch zuletzt gut gelaufene Werte zu ersetzen. Das hat den Sinn, dass die Fonds in der Jahresendabrechnung in den Augen unbedarfter Privatanleger als diejenigen dastehen, die für die Erfolgstitel den richtigen Riecher hatten. Dass ihr Fonds bei der Realisierung der schlecht gelaufenen Papiere an Wert verliert, nehmen sie dafür in Kauf.

Dieses Wissen können Sie ausnutzen. Wenn Fondsmanager ihr Schaufenster aufhübschen und dafür schlecht gelaufene Werte verkaufen, werden diese noch billiger, obwohl sich fundamental bei ihnen nichts verändert hat. Sehen Sie sich zum Jahresende die unteren Ränge der Indices kritisch an und versuchen Sie, dort Titel zu identifizieren, die durch "Window sdressing" unterbewertet sind. Das wird nicht in jedem Fall klappen, aber in der Tendenz schon.

 

 

Hamburg, den 24.08.2017

Vorsicht, Charttechnik!

Wie unterschiedlich Charts interpretierbar sind, zeigt sich hier:

 

Vor allem das Argument mit der Schulter-Kopf-Schulter-Formation sollte Sie immer erst mal vorsichtig machen, die wird nämlich oft nach Belieben interpretiert.

aus finanznachrichten.de

 

 

Hamburg, den 23.08.2017

Promi-Tipps? Misstrauen ist angebracht!

Immer mal wieder melden sich prominente Investoren öffentlich mit ihren Ansichten zur weiteren Martktentwicklung. Und immer ist das ein Moment, in dem Sie besonders mittrausisch werden solllten. Der Stockstreet Blog hat es schön auf den Punkt gebracht:

"Seien Sie höchst vorsichtig, wenn solch bekannte Namen wie Gross, Soros und andere Börsentipps preisgeben, besonders wenn diese Leute große Fonds oder Portfolios betreuen. Denn Sie können sicher sein, dass dort niemand aus selbstlosen Gründen die Menschheit mit guten Trading-Tipps versorgen wird. Und Sie sollten sich gerade bei kostenlosen Aktien- und Spekulationstipps immer fragen: Welche Motivation könnte dahinter stecken. Das gilt natürlich auch für die Aktienbewertungen von Banken, Ratingagenturen und anderen Institutionen."

www.stockstreet.de

 

 

Hamburg, den 22.08.2017

Erst zugreifen, wenn es einen ekelt

Acht Prozent hat der DAX seit dem Hoch eingebüßt. "Sind das Schnäppchenpreise? Von Schnäppchen redet man eigentlich erst dann, wenn Aktien niemand mehr haben möchte, wenn es einen regelrecht davor ekelt wie vor acht Jahren und die Zentralbanken dann noch stärker eingreifen. Nur etwas Geduld!"

rät der Börsenjournalist Frank Meyer (n-tv)

 

 

Hamburg, den 21.08.2017

In den nächsten Jahren steigen Inflation und Zinsen

Seit der Finanzkrise 2008 sah das Investmenthaus Star Capital ununterbrochen Nullwachstum, Nullzinsen und Null-Inflation. Jetzt sind die Experten umgeschwenkt und sagen einen konjunkturellen Aufwärtstrend voraus. Die Zinswende liege hinter uns und die Preise würden wieder ansteigen.

Das alles freilich nicht sofort: Konkret erwartet Star Capital in vier bis fünf Jahren eine Teuerungsrate von mehr als 5 Prozent sowie mindestens 2 bis 3 Prozent Rendite bei den zehnjährigen Bundesanleihen.

Gründe:

  • die Notenbanken kehren ihre Politik um
  • der verbilligungseffekt der Globalisierung läuft aus
  • der Rohstoffzyklus lässt steigende Preise erwarten
  • die Lohnkosten werden ihre Fesseln abstreifen.

Wichtig: die Inflation zieht schneller an als der Zins. Denn politisch beeinflusste Notenbanken wollen anhaltend negative Realzinsen wegen der Statsverschuldung.

http://starcapital.de/files/publikationen/StarInvest_August2017.pdf

 

 

Hamburg, den 17.08.2017

Hat Allianz nun Potenzial oder nicht?

Hier noch so ein Schätzchen aus der Empfehlungswelt:

 

Wie immer: lassen Sie sich nicht von Einzelempfehlungen bluffen.

aus: finanznachrichten.de

 

 

Hamburg, den 16.08.2017

Hauptsache einfach und populär

Der legendäre Fondsverwalter Peter Lynch, der in seiner aktiven Zeit von 1977 bis 1990 eine durchschnittliche Jahresrendite von 29 Prozent erzielt haben soll, hatte ein ganz schlichtes Beuteschema: "Einfache und großartige Unternehmen, die man als Konsument oftmals aus dem Alltag kennt", wie es The Motley Fool definiert. Kurzfristige Effekte wie Marktschwankungen oder Änderungen des Leitzinses waren ihm egal, er hat sich nur für die Unternehmen selbst interessiert, auf gutes Management sowie beliebte Produkte gesetzt.

Die Fools haben drei Unternehmen entdeckt, die Lynch heute gefallen würden: "Diese großartigen Unternehmen hätte ich schon viel früher entdeckt, wenn ich mehr auf mein eigenes Konsumverhalten geachtet hätte", schreibt der oberste Deutschland-Fool Matt Koppenhoeffer. Welche drei das sind, können Sie hier nachlesen:

https://www.fool.de/2016/03/18/3-aktien-die-ich-mit-peter-lynchs-weisheiten-schon-viel-frueher-entdeckt-haette/

 

 

 

Hamburg, den 15.08.2017

Anleihen sind nicht sicherer als Aktien

Hier entlarvt der Bankenverband einen beliebten, aber falschen Anleger-Mythos. Klar enthalten Aktien ein Risiko und wahr ist auch, dass Anleihen kurzfristig gesehen weniger schwanken. Krasse Verluste bei den letzten Aktiencrashs taten weh, und was weh tut, behalten wir Menschen länger in Erinnerung als positive Erlebnisse. Dass seitdem sämtliche Jahre (mit Ausnahme von 2011) gute bis sehr gute Aktien-Jahre waren, ist in der Erinnerung vieler weit weniger verankert. Dass der Dax heute sogar 50Prozent über den Kursen vor der Lehman-Pleite steht, wohl noch weniger.

Langfristig betrachtet, so der US-Investmentbanker Ken Fisher, nehme die Volatilität von Aktien enorm ab: “Wer die kurzfristigen höheren Schwankungen von Aktien in Kauf nimmt, wird langfristig belohnt.” Zumindest in der Historie, wie Fishers Analyse der vergangenen 90 Jahre zeigt. Fazit: Über einen längeren Zeitraum hinweg werfen Aktien einen höheren Ertrag ab als festverzinsliche Papiere. Geld in Anleihen ist also nicht sicherer als Geld in Aktien.

http://verbraucher.bankenverband.de/magazin/2017-08-11/drei-mythen-uber-geld-teil-2/

 

 

 

Hamburg, den 14.08.2017

Und nun?

 

aus finanznachrichten.de

 

 

Hamburg, den 10.08.2017

Mainstream-Medien als Kontraindikator

"Ignorieren Sie die Medien nicht, lesen Sie nach, worüber alle reden, damit Sie wissen, worum Sie sich KEINE Sorgen machen müssen und worauf Sie sich NICHT konzentrieren sollten. Das ist dann Ihr wirklicher Vorteil."

Vermögensberater Thomas Grüner (Grüner Fisher Investments) in seiner Prognose zum zweiten Halbjahr 2017

gruener-fisher.de

 

 

Hamburg, den 05.07.2017

Die Hälfte wird abgegriffen

49,4 Prozent seines Einkommens muss der alleinstehende deutsche Durchschnittsverdiener an den Staat abliefern, berichtet das Handelsblatt. Zuletzt sind weniger die Steuern gestiegen als die Sozialabgaben. Aber was auch immer: das ist doch nicht normal, oder?

Abgaben erheben heißt, den Leistungsfähigenmit Gewaltandrohung etwas wegzunehmen, um es anderen zuzustecken. Eine zivilisierte Gesellschaft würde diesen peinlichen Vorgang auf das dringendst Notwendige beschränken. Eine solche Gesellschaft sind wir offenbar nicht. Oder käme dabei so eine Quote heraus?

 

 

Hamburg, den 04.07.2017

Trotz Börse den Urlaub genießen

Eine kurze und pragmatische Anleitung, wie Sie Ihr Depot in der Urlaubsabwesenheit gegen unverhoffte Stürze absichern, gibt die FAZ: Strategie prüfen, Stopploss risikobewusst einsetzen, Limitalarm einrichten, notfalls vom Urlaubsort aus eingreifen. Siehe auch in "Nullzins? Nein danke!" ab Seite 254. Wichtiger FAZ-Tipp: "Den Urlaub genießen".

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/aktien/aktien-so-wappnen-anleger-das-depot-fuer-den-urlaub-15066153.html

 

 

 

Hamburg, den 03.07.2017

Verkaufssignal oder Kursrallye voraus?

Noch so ein schönes Stück aus der Medienvielfalt:

 Soll man oder soll man nicht? Am besten weitere Einsichten abwarten.

aus: finanznachrichten.de

 

 

Hamburg, den 29.06.2017

Experte: "Weltweite Streuung ist der Königsweg"

In einem Beitrag zum Thema Rentenlücke erklärt Prof.Dr. Martin Weber vom ZEW, die gegenwärtige Niedrigzinsphase sei nur eine Momentaufnahme. Schon in den vergangenen 30 Jahren gab es immer mal wieder Nullzins, ebenso wie Situationen mit jeweils etwa 4 Prozent Zins und Inflation: "Das heißt, die jetzige Niedrigzinsphase fällt bei einer Anlage am Kapitalmarkt  über 30, 40 Jahre hinweg gar nicht so sehr ins Gewicht." Gleichwohl empfiehlt er, die mit Sicherheit kommende Rentenlücke mit Unternehmensbeteiligungen zu schließen. Das Risiko lasse sich deutlich mit weltweiten Anlagen (etwa der Orientierung am MSCI) verringern: "Die weltweite Diversifikation ist . . der Königsweg, denn die Weltwirtschaft geht ja nicht auf einen Schlag auf Null runter."

http://www.zew.de/de/das-zew/aktuelles/weltweite-diversifikation-am-kapitalmarkt-ist-der-koenigsweg-fuer-die-altersrente/

 

 

Hamburg, den 27.06.2017

Noch mehrere Jahre Niedrigzins

Manchmal sind die Staatssender doch zu was nütze. Wir haben gerade ein Interview ausgegraben, das Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands, dem ZDF gegeben hat. Zwar schon anlässlich des Weltspartags im letzten Oktober, aber an Aktualität hat es nichts verloren. Kurz zusammengefasst:

  • Sparen lohnt sich heute mehr denn je wegen der unsicheren Altersversorgung
  • Man muss den jungen Leuten klarmachen, dass es nicht nur das Sparbuch gibt
  • Gerade in jungen Jahren hat man mit "Produkten mit Aktienbezug" und Indexfonds gute Chancen, denn diese haben langfristig alle anderen Anlageformen geschlagen
  • Ein bis zwei Monatsgehälter flüssig halten, den Rest rentierlich anlegen
  • Kemmer geht davon aus, dass "Strafzinsen" für Privatkunden nicht flächendeckend kommen sondern nur in Ausnahmefällen, wegen des harten Wettbewerbs unter den Banken
  • Einige Jahre lang werden wir noch mit der Niedrigzinssituation leben müssen.

Das ganze Interview sehen Sie hier:

https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/trotz-niedrigzins-sparen-lohnt-sich-102.html#/beitrag/video/2866116/Trotz-Niedrigzins-Sparen-lohnt-sich

 

 

Hamburg, den 26.06.2017

Wozu die Crash-Propheten gut sind

Für Ihre Anlageentscheidung sicher nicht. Hier nochmal kurz zusammengefasst das Fazit aus der Freitags-Geschichte zu den Crash-Gurus. Deren Funktion ist es nicht, Handlungsanweisungen für Anleger zu geben. Das können sie auch gar nicht, denn ein Crash kommt ja definitionsgemäß überraschend, ist also für niemanden vorhersagbar, auch nicht für Gurus. Deren Rolle liegt vielmehr im Unterhaltungswert charismatischer Personen. "Teil der Folklore", wie es der Finanzwesir so unübertrefflich formuliert. Deshalb nimmt den Crash-Propheten auch niemand ihre ständigen Fehlprognosen wirklich übel. Nur man muss aufpassen, dass man nicht mal versehentlich auf sie hört.

 

 

Hamburg, den 23.06.2017

Der Crash kann immer kommen, aber keiner weiß, wann

Einen wirklich lesenswerten Beitrag über das grandiose Scheitern der Crash-Propheten finden Sie hier:

http://aktienboss.de/boersencrash-propheten/

 

 

Hamburg, den 20.06.2017

Nullzinspolitik kostet die Sparer Milliarden

Steffen Bielmeier, Chefvolkswirt der DZ Bank, hat ausgerechnet, dass die Nullzinspolitik die deutschen Saprer in den Jahren von 2010 bis 2017 fast 436 Milliarden Euro Einkommenseinbußen gekostet hat, also fast 55 Milliarden jährlich. Selbst wenn man die Einsparungen auf der Kreditseite gegenrechnet, verbleiben Netto-Zinseinbußen von fast 250 Milliarden Euro, pro Jahr knapp 30 Milliarden.

2017 werden die Einbußen der Sparer eher noch größer. Darüber hinaus ist wieder mit einem Anziehen der Geldentwertung zu rechnen. Bielmeier erwartet für Einlagen, Rentenwerte und Versicherungen einen durchschnittliche Realzins von minus 0,8 Prozent. Das wäre allein in diesem Jahr ein Wertverlust des privaten Geldvermögens von über 37 Milliarden Euro.

Bielmeiers Fazit: "Nicht nur aus diesem Grund, sondern vor allem auch weil fundamentale Daten wie Wirtschaftswachstum und Inflation die aktuelle Geldpolitik der EZB nicht mehr rechtfertigen, wird es Zeit für den geldpolitischen Kurswechsel."

Langendorfs Fazit: Bis darauf jemand hört, das Sparkonto räumen und in Aktien investieren.

https://bielmeiersblog.dzbank.de/2017/05/22/weiter-wachsende-zinseinbussen-privater-haushalte-in-deutschland/

 

 

Hamburg, den 19.06.2017

Divestment

Merken Sie sich dieses Fremdwort. Dahinter verbirgt sich die Absicht der Grünen, Investitionen zu unterbinden, die ihnen ideologisch nicht passen. Anlegern, Unternehmen und vor allem erst einmal Behörden will die Partei vorschreiben, wie sie Geld anzulegen haben. "Nachhaltig" natürlich, was auch immer das sein mag. Also in Windräder statt in Bergbaukonzerne etc.

Drei Anmerkungen hierzu:

  • Politische Einmischung führt ökonomisch immer zu Fehlallokationen
  • Wo die Grünen Einfluss haben, beispielsweise im Land Baden-Württemberg, wird keineswegs nach Divesntment-Regeln angelegt
  • Mit grün posierenden Investmentangeboten à la Solarworld und Prokon haben gutgläubige Geldanleger ihre Altersversorgung pulverisiert.

In solche Anlagen wollen die Grünen Sie jetzt verstärkt treiben. Gut, dass diese Partei momentan an Einfluss verliert. Hoffentlich bleibt das so.

Quelle: Bundestagsdrucksache Nr. 18/12381

 

 

 

Hamburg, den 01.06.2017

Pause

Diese Seite macht Frühsommerpause bis 17.06.2017.

 

 

Hamburg, den 31.05.2017

Ganz wie's beliebt

Kauf oder Verkauf?

In diesem Fall 2:1 für Kaufen.

aus: finanznachrichten.de

 

 

Hamburg, den 24.05.2017

Rückschlag, aber Kaufsignal

Noch so ein informatives Meldungspärchen:

Nur, um noch mal zu zeigen, dass Sie eine einzelne Meldung nie überbewerten dürfen: Eine der beiden Quellen liegt nun garantiert voll daneben.

aus: finanznachrichten.de

 

 

Hamburg, den 23.05.2017

Weiter Luft nach oben

Die Berichtssaison zum ersten Quartal 2017 nähert sich dem Ende, und die Zahlen sind überzeugend. Steffen Bielmeier, Chefvolkswirt der DZ Bank, hat ausgerechnet:

  • S&P 500: Umsatz plus 8%, Gewinn plus 15%
  • EuroStoxx: Umsatz plus 10%, Gewinn plus 37%
  • DAX: Umsatz plus 4%, Gewinn plus 11%.

Wenn bei den DAX-Unternehmen nicht ganz so krasse Zuwachsraten zu melden sind, so liegt das nur daran, dass dort erdöl-getriebene Werte unterrepräsentiert sind. Die hatten zuletzt wegen der Katastrophenbasis besonders hohe Wachstumsraten. Umso mehr Kraft ist für den DAX in Gegenwart und Zukunft zu erwarten. Also keine Angst vor dem Kurshöhenflug, noch ist er fundamental untermauert.

https://bielmeiersblog.dzbank.de/2017/05/23/unternehmen-verdienen-praechtig/

 

 

Hamburg, den 19.05.2017

Mündelsichere Aktien

Wer als Vormund für ein Mündel Geld verwaltet, unterliegt strengen gesetzlichen Vorschriften. Die Anlage soll vor allem sicher sein. Das wird zum Problem, wenn die herkömmlich als sicher eingeschätzten Anlagen wie Sparbuch oder Bundesanleihe nichts mehr abwerfen und das Vermögen real oder gar absolut mindern. Der Bankenverband weist darauf hin, dass ein Vormund unter bestimmten Bedingungen das Vermögen des Mündels teilweise auch in Investmentfonds und sogar Aktien anlegen kann und dennoch auf der rechtlich sicheren Seite bleibt.

Was für ein Mündel sicher genug ist, daran sollten auch Sie sich rantrauen.

http://newsletter.bankenverband.de/c/22204722/87ea73363ec4-oq6yg4

 

 

Hamburg, den 17.05.2017

Mehr DAX-Dividenden denn je

Die Unternehmen im DAX steuern auf das dritte Dividenden-Rekordjahr in Folge zu. 23 der 30 Gesellschaften wollen die Quote für 2016 gegenüber dem Vorjahr erhöhen, nur zwei wollen sie reduzieren. Das geht aus einem Beitrag der Comdirect Bank hervor, die daran erinnert, dass 40 Prozent der Aktienerträge nicht aus Kursgewinnen, sondern aus Dividenden kommen. Nicht eingerechnet ist die Naturaldividende: Das Würstchen, das Sie beim Besuch der Hauptversammlung serviert kriegen.

http://compass.comdirect.de/maerkte/rekord-ausschuettungen-erwartet/

 

 

Hamburg, den 15.05.2017

Zehn beliebte Irrtümer über das Sparen

Ist die Investition in Aktienfonds der in einzelne Aktien vorzuziehen? Ist Gold eine schlechte Anlage, weil es keine Zinsen bringt? Sind Immobilien oder das Sparbuch besonders sichere Geldanlagen? Sind Vorsorgeprodukte wie die Riester-Rente immer empfehlenswert? Auf diese und weitere spannende Fragen gibt ein Beitrag der Consorsbank erfrischend kurze Antworten. Hier finden Sie ihn:

https://wissen.consorsbank.de/t5/Blog/10-Irrt%C3%BCmer-%C3%BCber-das-Sparen/ba-p/55470

 

 

Hamburg, den 12.05.2017

Subventionierte Geschäftsmodelle scheitern

Das Beispiel Solarworld "zeigt, dass Geschäftsmodelle, die auf staatlichen Subventionen fußen, langfristig zum Scheitern verurteilt sind. Firmenpleiten gehören allerdings auch zum volkswirtschaftlichen Alltag. Sie sorgen für wichtige Marktbereinigungen. Und genau das geschieht nun im Fall von Solarworld."

(Platow-Fazit zur Solarworld-Insolvenz)

 

 

Hamburg, den 11.05.2017

Kurs rauf, Daumen runter!

Was wir immer predigen: Bloß nicht zu einfach denken!

aus finanznachrichten.de

 

 

Hamburg, den 09.05.2017

Aktien bleiben auf der Überholspur

"Die Zeit des extrem billigen Geldes neigt sich langsam ihrem Ende zu. Dennoch bleiben Aktien erste Wahl. 2016 fuhren die deutschen Unternehmen Rekordgewinne ein und zahlten üppige Dividenden. Auch 2017 ist die Gewinndynamik ungebrochen . . . Fahren Sie mit Aktien auf der Überholspur."

Mit diesen Worten bewirbt Platow seine neue Publikation Platow Special Renditechsancen

https://platow.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=118024:104716&Itemid=163

 

 

 

Hamburg, den 08.05.2017

Dividenden und was sie wirklich wert sind

Der Ertrag aus europäischen Aktien stammt hauptsächlich aus Kursgewinnen, aber immerhin zu 40 Prozent aus Dividenden. Eine nette Zusatzeinnahme in der bevorstehenden Dividensensaisin, erfreulich in Zeiten von gleichzeitig Nullzins und anziehender Inflation.

Die Betrachtung hat allerdings eine Kehrseite: um den Betrag, den die AG ausschüttet, wird sie selbst weniger wert. Rein rechnerisch jedenfalls wäre das ein Nullsummenspiel.

Rein anlagetechnisch jedoch nicht. Kann man doch als Anleger bei einer AG, die bisher anhaltend gute Dividenden ausschüttet, mehr als bei anderen Unternehmen davon ausgehen, dass diese Beteiligung auch in Zukunft eine solide Geldanlage ist.

 

 

Hamburg, den 05.05.2017

Sell in May?

Nicht der Mai ist statistisch der schwächste Börsenmonat, sondern August und September sind es. Das stellt der Bankenverband in einem Beitrag seines heutigen Verbrauchermagazins klar:

http://verbraucher.bankenverband.de/magazin/2017-05-05/die-bekannteste-borsenweisheit/

 

 

amburg, den 04.05.2017

Rürup empfiehlt Aktien zur Alterssicherung

Der emeritierte Professor und frühere Wirtschaftsweise Bert Rürup rät in einem Interview mit der Comdirect Bank für die Alterssicherung zur Geldanlage in Aktien. Die gesetzliche Rente habe dank günstiger Voraussetzungen bisher noch eine Rendite von 3 Prozent. Das sei aber wegen negativer Vorgaben durch Demografie und Erwerbsquote in den nächsten zehn bis 20 Jahren gefährdet. Eine kapitalgedeckte Rente sei als Ergänzung unerlässlich. Aktien können zwar im Wert schwanken, bringen aber langfristig die beste Rendite.

http://compass.comdirect.de/meinungen/auf-die-mischung-kommt-es-an/

 

 

Hamburg, den 03.05.2017

Die Experten wissen es auch nicht

Die Börsenkurse sind gestiegen. Soll man jetzt dabei bleiben oder aussteigen? Der Fonds-Letter des Finanzberater hat beobachtet, wie das Management dreier namhafter Fonds auf die Situation reagiert:

  • der globale Aktienfonds DWS Akkumula reduziert Technologie- und Rohstoffunternehmen, legt bei Gesundheit / Biotech zu, ist voll investiert
  • der offensive Mischfonds FvS Multiple Opportunities hat Gewinne mitgenommen und die Aktienquote seit Jahresbeginn von 68 auf 58 Prozent reduziert
  • der defensive Mischfonds Ethna Alktiv hat dagegen die Aktienquote von 21 auf 32 Prozent gesteigert.

Völlig unterschiedliche Reaktionen also. Die Experten wissen es eben auch nicht.

der-finanzberater.de

 

 

Hamburg, den 02.05.2017

Unversehens wird man zum VIP

Diese Mitteilung lag heute in Langendorfs E-Mail-Box:

 

 

Langendorf ist ganz überrascht. Er kann sich gar nicht erinnern, diesen Antrag gestellt zu haben, und er hätte nie gedacht, dass er so eine bedeutende Person ist.

Aber die Exklusiv-Abteilung muss es ja wissen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

 

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Echt Langendorf

 

 

 

Hamburg, den 24.08.2017

Spruch zum Wochenende: Leer

"Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen. Aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun."

Volksmund

 

 

Hamburg, den 18.08.2017

Spruch zum Wochenende: Wenig

"Wer wenig braucht, kommt nicht in die Lage, auf vieles verzichten 
zu müssen."

Volksmund

 

 

Hamburg, den 16.08.2017

Gerechtigkeit wird zum Unwort

Aus der Wahlkampf-Rhetorik ist das Wort Gerechtigkeit wieder ins Glied zurückgetreten. Zu recht, denn erstens zieht das Thema nicht in einem Land, in dem es fast allen gut geht. Zweitens wird mit dem Begriff viel Schindluder getrieben, denn viele sagen "Gerechtigkeit" und meinen Gleichmacherei. Und die ist nun bestimmt nicht gerecht. Schleswig-Holsteins Ex-Ministerpräsident Torsten Albig hat bei der Landtagswahl die einfache Gerechtigkeits-Idee noch getoppt mit dem Slogan "Gerechtigkeit für alle". Platter geht's nicht. Der Erfolg: eine krachende Wahlniederlage.

 

 

Hamburg, den 11.08.2017

Gut gesagt: Problem

"Dem Problem waren sich die Studienteilnehmer im Übrigen nicht bewusst."

web.de in einem Beitrag über eine wissenschaftliche Studie

 

 

Hamburg, den 30.06.2017

Gut gesagt: Regen

"Dauerregen ist o.k."

Boris Langendorf

 

 

Hamburg, den 28.06.2017

Gut gesagt: Problem

Viele gaben ihr Bestes, aber genau darin bestand das Problem.


Volksmund

 

 

 

Hamburg, den 21.06.2017

Gut gesagt: Fernsehen

Wer nicht hören will, muss fernsehen. 


Wer zuviel fernsieht, verliert den Weitblick.

Volksmund

 

 

Hamburg, den 22.05.2017

Gut gesagt: Enteignung

"Die Inflation ist von allen Formen der Enteignung die heimtückischste."

Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart

 

 

Hamburg, den 16.05.2017

Gut gesagt: Können Händler lesen?

"Buchhändler haben Fähigkeiten, die nur wenige im Einzelhandel haben: Sie können lesen, schreiben und reden."

aus dem Buchhandels-Informationsmagazin Langendorfs Dienst vom 15.05.2017

 

 

Hamburg, den 21.03.2017

Im Würgegriff der Autohasser

Die heutige Onlineseite des Hamburger Abendblatt macht wie folgt auf:

 Bildzeile: Mit dem Carsharing-Pilotprojekt "Firstmover" stößt die Stadt auf große Ablehnung. Darum wird das Vorhaben trotzdem weiter verfolgt.

Ist das noch lustig? Nein.

 

 

Hamburg, den 20.03.2017

Gut gesagt: Rasierte Einkommen

"Hätte man die Arbeitseinkommen ähnlich rasiert wie die Zinseinkommen, wäre in der westlichen Welt die Revolution ausgebrochen."

Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart in seinem Morgen-Newsletter

 

 

Hamburg, den 09.03.2017

Immobilienanzeigen für Anfänger

Zentral und verkehrsgünstig: laut und schmutzig

Für Individualisten: weit und breit gibt es nichts

Strandnah: kein Meerblick

Kleiner Meerblick: Das Meer sieht nur, wer sich lebensgefährlich am Balkongeländer verrenkt

Liebhaberobjekt: kaum verkäuflich, weil unpraktisch

Originell: dito

Rustikal: düstere Einrichtung aus den 70er Jahren

Für Handwerker: Bruchbude

Klein und fein: zu eng, Platzangst garantiert.

 

 

Hamburg, den 07.02.2017

Auf unserem Boden

Gestern hat das Hamburger Abendblatt eine Online-Umfrage durchgeführt mit der Frage: "Sollte der türkische Außenminister in Hamburg Wahlkampf machen dürfen?"

Unglaublich: 8 Prozent der Leser haben "ja" geantwortet.

 

 

Hamburg, den 27.02.2017

Gut gesagt: irrational

Vielleicht haben Sie sich schon öfter gefragt, wieso die Märkte so irrational reagieren und ob das nicht eine riesige Einstiegschance sei. Aber Vorsicht, schon John Maynard Keynes wusste: "Die Märkte können länger irrational bleiben als man liquide."

 

 

Hamburg, den 14.02.2016

Gut gesagt: Gleichheit

"Ohne Unterschied macht Gleichheit keinen Spaß"

Dieter Hildebrandt

 

 

Hamburg, den 09.02.2017

Qualitätsjournalismus II

Heute ist der erste Tag seit Monaten, an dem bei web.de unter den drei Top-Nachrichten keine Hassmeldung über Donald Trump steht. Dafür gleich zwei hintereinander auf den folgenden Rängen. Und ein überaus wohlwollender Bericht darüber, wie sich Obama mit Familie in einem exclusiven Ferienparadies von den Strapazen der Präsidentschaft erholt. So macht man Stimmung.

 

 

Hamburg, den 31.01.2017

Deutscher Qualitätsjournalismus 2017

Fast täglich öffnet Langendorf die Startseite von web.de, um den Eingang an Spam zu kontrollieren. Dabei wird er unvermeidlich mit den drei Top-Meldungen des Tages konfrontiert, die immer nach dem gleichen Schema ablaufen:

1. eine Hassmeldung gegen Trump

2. Glatteis, Unfall oder, wenn nichts Tragisches passiert, eine Werbung für Martin Schulz

3. Das Neueste aus dem Dschungelcamp.

Fazit: Seien Sie auch in der Presse sehr wählerisch bei der Frage, wem Sie vertrauen können.

 

 

Hamburg, den 26.01.2017

Gut gesagt: Beispiel geben

"Wir wollen unsere Art zu leben niemandem aufzwingen. Sie soll ein Beispiel sein, dem andere folgen können."

Antrittsrede Donald Trump

 

 

Hamburg, den 17.01.2017

Schlechte Politik wird belohnt

Die einst so stolze Hansestadt Hamburg ist unter rotgrüner Regierung beim Länderfinanzausgleich aus dem Geber- in das Nehmerlager gewechselt, meldet das Handelsblatt. Nur noch Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zahlen in den Topf ein, aus dem die schlechte Politik in den anderen 13 Bundesländern belohnt wird. An diesem System stimmt doch was nicht.

 

 

Hamburg, den 09.01.2016

Prost Neujahr!

Seit dem Dreikönigstag am vergangenen Freitag ist die Weihnachtszeit vorbei und damit auch die Zeit, in denen man seinen Mitmenschen ein gutes neues Jahr wünschen soll. Man kann es auch jetzt noch tun, es wird aber nicht mehr erwartet, und je weiter das Jahr fortschreitet, desto mehr nutzt sich der Wunsch ab. Völlig daneben ist der Tipp, Leuten, die man seit Jahresbeginn noch nicht gesehen hat, auch jetzt noch den Neujahrsgruß auszusprechen. Solche Leute kann man auch noch im Oktober treffen, und dann wird der Wunsch wohl eher als schlechter Witz verstanden. Und das ist ja auch nicht der Sinn der Sache.

 

 

Hamburg, den 02.01.2017

Narren-Apostroph

gesehen in Dannenberg

 

 

Hamburg, den 16.12.2016

Styling aktuell

Verunglückte Proportionen und klobige Schuhe. Sieht das wirklich gut aus?

 

Dies wird offenbar in der Modebranche als der letzte Schrei gehandelt.

aus;: Textilwirtschaft

 

 

Hamburg, den 06.12.2016

Verrückt II

"Lassen Sie sich nicht verrückt machen. Die Weltwirtschaft wächst auch mit Donald Trump und ohne italienische Verfassungsreform weiter".

der Finanzjournalist Mike Knauff zu den überaufgeregten Medien

 

 

Hamburg, den 05.12.2016

Verrückt I

Die Italiener schießen die Reformpolitik ab, ein Grüner wird in Österreich Präsident und die Börse jubelt . . .

 

 

Hamburg, den 28.11.2016

Erst mal Deutsch lernen . . .

. . . und dann andere kritisieren.

aus web.de

 

 

Hamburg, den 11.11.2016

Frage wortreich nicht beantwortet

Der Zweitliga-Letzte FC St. Pauli hat seinen Sportchef "wegen unterschiedlicher Auffassungen zur strategischen Ausrichtung" rausgeschmissen. Auf der anschließenden Pressekonferenz, bei der sich übrigens fast alle duzen, fragt einer, worin denn die Unterschiede in der strategischen Ausrichtung gelegen hätten.

Gute Frage. Der Vereinspräsident mit dem schönen Namen Oke Göttlich antwortet:

"Das ist ja so, man setzt sich zusammen und man kommt zusammen und man versucht auch Lösungsvorschläge dann miteinander zu erarbeiten und es ist dann so, dass man vorne die Lösungsvorschläge einfach nebeneinander hält und auch miteinander gesprochen hat und man sieht, es gibt einige Dinge, die man dort auch gerne sehen würde, die Vorbereitungen gerne gesehen hätte, dann ist das etwas, das zu der unterschiedlichen strategischen Ausrichtung einen Beitrag geleistet hat."

Keine Nachfrage seitens des Sportjournalisten. Alles klar.

 

 

Hamburg, den 08.11.2016

Tipp des Tages: Visitenkarte II

Sie wissen genau, in welcher Falte Ihrer Brief- oder Handtasche Ihre Visitenkarten stecken, so dass Sie beim Kartentausch nicht peinlich lange herumfummeln müssen. Aber legen Sie sich einen davon getrennten Platz für die Verwahrung der Karten zu, die Sie erhalten haben. Denn sonst kommt es früher oder später dazu, dass Sie Ihrem Gesprächspartner die Karte von ganz jemand anderem austeilen. Und wenn der das nicht gleich merkt: Überraschung!

 

 

Hamburg, den 04.11.2016

Tipp des Tages: Visitenkarte I

Gibt Ihnen jemand seine Visitenkarte, dann vergessen Sie nicht, diese auch tatsächlich durchzulesen. Oft ergeben sich damit unerwartete Anknüpfungspunkte für den folgenden Smalltalk. Außerdem: Deutlicher als mit dem einfachen Wegstecken der Karte können Sie dem Gegenüber Ihre Geringschätzung nicht ausdrücken. Höchstens, indem Sie die Karte gleich vor seinen Augen in den Papierkorb werfen.

 

 

Hamburg, den 31.10.2016

Undankbarer Musikant

Bob Dylan nimmt den Literaturnobelpreis nun doch an. Sehr freundlich. Müssen wir jetzt auf Knien rutschen?

 

 

Hamburg, den 17.10.2016

Treffend bemerkt

"Aktie schlägt Niedrigzins" ist der Titel des Buchs Platow Prognose 2017, das am 21. November erscheint.

https://platow.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=115208:platow-prognose-2015&Itemid=163

 

 

Hamburg, den 12.10.2016

Unwahrscheinlicher Fall

"Das vorliegende Buch ist für jeden Gartenkunst-Interessierten ein Genuss, selbst wenn man des Dänischen nicht mächtig sein sollte."

(aus der Rezension eines dänischen Gartenkunstführers)

 

 

Hamburg, den 16.09.2016

Gut gesagt: Panikmodus

"Sie werden keine hochangesehene Investmentlegende finden, die ihren Status dadurch erlangt hat, dass sie die Bilanz eines Unternehmens im Panikmodus analysiert hat."

Mit diesem Argument rät Vermögensverwalter Thomas Grüner zu unaufgeregtem Agieren an der Börse

 

 

Hamburg, den 14.09.2016

Wie Prognosen entstehen

Die Indianer fragen ihren Medizinmann: "Weiser Mann, wie wird der Winter?"

Der Medizinmann zieht die Stirn in Falten und sagt: "Der Winter wird sehr hart. Sammelt schon mal Holz."

Ein paar Tage kommen ihm aber Bedenken. Schließlich will er nicht mit einer Fehlprognose seinen Nimbus gefährden. So ruft er den Wetterdienst an und fragt, wie der Winter wird.

Die Antwort: "Der Winter wird sehr hart. Die Indianer sammeln schon Holz."

 

 

Hamburg, den 09.09.2016

Gewohnheitsmäßig ein neues Konto

Die Postbank hat zum Jahreswechsel angekündigt, dass sie Gebühren für Girokonten nehmen wird, und es laufen ihr die Kunden weg. Zum Beispiel zur ING DIBa, die mit dem Ansturm offenbar überfordert ist. Denn deren Chef Matthias Bayer schrieb den Interessenten, die Kontoeröffnung brauche "leider etwas länger, als Sie es von uns gewohnt sind". Nanu, da hat er offenbar keine Neulinge vor Augen, sondern Leute, die mehrmals täglich ein Girokonto eröffnen.