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Langendorf für Anleger

 

 

 

Diese Seite macht eine Pause bis Anfang September 2018

 

 

Hamburg, den 26.07.2018

Profis wieder in Deckung, Aussichten überschaubar

Durchweg neutral waren die Positionen in der jüngsten Sentiment-Umfrage der Börse Frankfurt:

  • Bei den Institutionellen Anlegern sank der Saldo zwischen positiven und negativen Erwartungen binnen Wochenfrist von plus 15 Prozentpunkten auf minus 1
  • Die Privatenatleger verharren bsi 37 Prozent Optimisten und 36 Prozent Pessimisten, also wieder plus 1, als seien alle in Urlaub gewesen.

Das Ergebnis muss man allerdings vor dem Hintergrund werten, dass die Umfrage am Dienstag Abend erfolgte, noch vor der Begegnung von Donald Trump und Jean-Claude Juncker, die den "Handelskrieg" vorerst aus Eis gelegt haben. Dieses Ergebnis drückt sich heute Vormittag in einem um 1,3 Prozent gestiegenen DAX aus.

Zur Stimmung der Profis meint der Verhaltensökonom Joachim Goldberg, dass nach dem Optimismus der Vorwoche und dem darauf folgenden Kursverlust des DAX von bis zu 1,7 Prozent sich die Akteure "angesichts dieses Fußbades wieder von ihren bullishen Engagements gelöst haben", vermutlich in Richtung Bärenlager. "Hauptsache, kein Geld verloren".

Bei den Privatanlegern "hätte es aufgrund der bearishen Positionierungen aus den Vorwochen Rückkäufe geben können. Allerdings ist der DAX nicht stark genug gefallen, um diese Anlegergruppe aus der Reserve zu locken."

Fazit: "In summa kann man von einer absoluten neutralen Stimmung der heimischen Anleger sprechen. Und auch in der relativen Betrachtung ergeben sich aus heimischer Sicht wenig Anhaltspunkte für das Kursgeschehen." Damit blieben die Chancen für einen größeren Trend des DAX in die eine oder andere Richtung "derzeit recht übersichtlich".

http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Keine-grossen-Trends-aus-heimischer-Sicht-2378885

 

 

 

 

Hamburg, den 2.07.2018

Sparer jetzt gleich von zwei Seiten in der Zange

Allein im ersten Halbjahr 2018 haben die Niedrigzinsen die Deutschen pro Kopf 205 Euro gekostet. Das hat Comdirect ausgerechnet. Denen, die ohne zu sparen in den Tag hinein leben, kann das egal sein, die anderen, die verantwortlich vorsorgen, trifft es dafür umso stärker.

War es früher aller die niedrige Zins, so kommen die Sparer jetzt von gleich zwei Seiten in die Zange:

  • Die Geldwentwertung beschleunigt sich inzwischen
  • Der Ertrag der Zinsanlagen wird immer niedriger und auch noch lange niedrig bleiben.

Letzteres deshalb, weil im durchschnittlichen Portfolio die alten Papiere aus Normalzinszeiten nach und nach auslaufen und durch neue, schlecht verzinste ersetzt werden "müssen".

Das heiß, sie müssten ja nicht. Wer die logischen Schlüsse aus alledem in die Tat umsetzt, entzieht sich dem Zinsfluch durch Anlage in Sachwerte, vor allem Aktien. So schwierig ist das gar nicht.

https://www.comdirect.de/cms/ueberuns/de/presse/realzins-radar-2-quartal.html

 

 

Hamburg, den 09.07.2018

Stockstreet rechnet mit Kursrücksetzer

Das neueste von der Stimmungsfront: die privaten Anleger, die am Trader Sentiment von Stockstreet teilnehmen, meinen zu 52 Prozent, die Kurse würden weiter steigen.Das ist zwar die Mehrheit, aber etwas weniger als letzte Woche und vor allem weniger als im langfristigen Durchschnitt.

Keine eindeutigen Signale also, meint Langendorf. Etwas sicherer sind sich die Initiatoren: "Der Optimismus ist damit zwar zu einem Großteil verflogen, aber immer noch vorhanden. Und so sollte man auch in der neuen Handelswoche wieder mit einem Kursrücksetzer rechnen."

trader-sentiment.de

 

 

Hamburg, den 05.07.2018

Wohlbefinden noch nicht überzeugend

Auch der Sentiment-Index dieser Woche bestätigt den Stimmungsaufschwung bei den Anlagern, meldet die Börse Frankfurt. Bei den Profis stieg das Übergewicht der Optimisten von 9 auf 16 Prozentpunkte. Die Privatanleger sind noch überwiegend negativ, der Vorsprung der Pessimisten schmolz dort aber von 16 auf 10 Punkte. Es bleibt dabei, wir können eine Kurserholung erwarten, aber nur mit gebremstem Schaum. Auch der Verhaltensökonom Joachim Goldberg sieht nur "wenig Überzeugungskäufe".

http://newsletter.boerse-frankfurt.de/r/eV7nGnI39636ms1347.html

 

 

Hamburg, den 03.07.2018

Bestätigt: mehr Optimisten, weniger Spielraum

Heute Vormittag geht es an der Börse erst mal wieder aufwärts. Viel sollten wir uns davon aber noch nicht versprechen. denn der Stimmungspegel Trader Sentiment von Stockstreet, ein typischer Kontraindikator, ist wieder gestiegen. Nachdem fünf Wochen lang die Pessimisten in der Mehrheit waren, liegt der Anteil der Privatanleger, die steigende Kurse erwarten, zuletzt wieder bei 55 Prozent.

trader-sentiment.de

 

 

Hamburg, den 28.06.2018

Kurse fallen, Stimmung steigt, Spielraum gering

Die fallenden Kurse an den deutschen Börsen haben die Stimmung der Anleger verbessert. Das zeigt der Sentiment Index der Börse Frankfurt:

  • Bei den Institutionellen Anlegern schmilzt der (zuvor extrem hohe) Anteil der neutralen Stimmen zusammen. Die Pessimisten vermehren sich um nur 2 Prozentpunkte auf 37 Prozent, die Optimisten jedoch um gleich 21 Punkte auf 46 Prozent, sie überwiegen also wieder deutlich
  • Zaghafter als die Profis sind die Privatanlager, denn ihr Anteil an positiven Voten steigt nur von 30 auf 34 Prozent, während die Pessimisten mit gleichbleibend 50 Prozent in der Mehrheit bleiben
  • Der Indikator der Profis verbessert sich also von minus 10 auf plus 9 Prozent, der der Privaten nur von minus 20 auf minus 16 Prozent.

"Vor allem institutionelle Investoren, nämlich 21 Prozent, die vorher positionslos am Ufer standen, haben mit Aktienkäufen reagiert," interpretiert das der Verhaltensökonom Joachim Goldberg, der vermutet, dass den Profis deutsche Aktien nun günstig genug geworden seien. Er sieht allerdings durch den dort schon wieder überwiegenden Optimismus wenig weiteres Aufwärtspotential: es gäbe nun weniger potentielle Nachfrager. Außerdem dürften die Käufer der Vorwoche schnell Gewinne mitnehmen.

https://www.joachim-goldberg.com/tag/boerse-frankfurt-sentiment-index/

 

 

 

Hamburg, den 27.06.2018

Hü oder Hott?

Zwei gegensätzliche Meinungen aus gleicher Quelle:

 

Da können Sie mal sehen, wie wenig man sich auf eine einzelne Meinung (und sei es die der Mehrheit) verlassen kann.

aus: finanznachrichten.de

 

 

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Wichtig an einem Internetauftritt wie diesem ist nicht mehr wie früher der Inhalt, sondern die Datenschutzerklärung. Diese finden Sie, na wo wohl, auf der Seite "Datenschutzerklärung". Wir gratulieren der Juristenkaste, die es geschafft hat, dass erwachsene Menschen so einen Blödsinn schreiben müssen.

Damit diese Seite dennoch nicht so dumm und leer aussieht, folgt hier ein Beitrag. Den, liebe Juristen, haben wir nicht wirklich so gemeint. Er dient nur als Platzhalter.

 

Prognosen sind beliebt, aber unnütz

An der Börse wird die Zukunft gehandelt. Entsprechend gefragt sind Prognosen. Langendorfs Tipp: nehmen sie diese zur Kenntnis, aber richten Sie sich nicht nach ihnen, sondern bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.

Denn öffentliche Prognosen werden normal aus drei Gründen abgegeben, die allesamt mit Ihrem Anlageinteresse nicht deckungsgleich sind. Manchmal ist es Eigeninteresse, man will bestimmte Papierchen hoch- oder tiefreden. Oft, beispielsweise im Freundeskreis, ist es ganz schlichte Wichtigtuerei.

Drittens werden Vorhersagen aber auch nur zur Unterhaltung des Publikums abgegeben, etwa bei den Börsenzeitschriften für das Publikum. Je prominenter der Experte, desto höher der Unterhaltungswert seiner Vorhersage.

Machen Sie sich mal den Spaß und legen Sie die Prognosen von heute auf Wiedervorlage. Sie werden staunen, wie wenig selbst die schlauesten Fachleute in die Zukunft blicken können. Nicht besser als Sie selbst.

Und wenn Sie jetzt wirklich noch wissen wollen, wie die Experten eigentlich zu ihren schlauen Prognosen kommen, hier ein Beispiel:

 

Wie Prognosen entstehen

Die Indianer fragen ihren weisen Medizinmann: "Weiser Medizinmann, wie wird der Winter?"

Der weise Medizinmann runzelt die Stirn und sagt bedeutungsvoll: "Der Winter wird sehr hart. Sammelt schon mal Holz."

Die Indianer trollen sich und sammeln Holz.

Derweil kommen dem Medizinmann Bedenken. Schließlich will er seinen Nimbus nicht durch eine krasse Fehlprognose riskieren. Er ruft deshalb dern Wetterdienst an und fragt: "Wie wird der Winter?"

Die Antwort: "Der Winter wird sehr hart. Die Indianer sammeln schon Holz."

 

 

Echt Langendorf

 

 

Hamburg, den 10.07.2018

Gut gesagt: Reich

"Die weltweiten Investoren glauben, dass die Zukunft der Digitalisierung gehört und nicht dem Handelskrieg. Sie setzen auf steigende Gewinne, trotz weltweit steigender Spannungen. Natürlich werden auch die Optimisten vom nächsten Absturz der Börse nicht verschont. Aber bis dahin sind die reich geworden."

Der Publizist Gabor Steingart in seinem heutigen Morning Briefing.

https://www.gaborsteingart.com/morning-briefing/

 

 

Hamburg, den 09.07.2018

Mensch, Oma!

Hier im Spam-Ordner tauchte eine Mail auf mit dem Absender Achmed Oma und der Betreffzeile "Kein Betreff".

Glaubt irgendein Absender wirklich, Langendorf oder irgendjemand anders würde eine solche Mail öffnen?

 

 

Hamburg, den 27.06.2018

Rechtschreibung: Spaß muss sein

Bei dieser Umfrage im heutigen Hamburger Abendblatt fehlen Langendorf die Worte:

 

Wer zum Teufel sind die 4 Prozent?

aus: abendblatt.de

 

 

Hamburg, den 25.06.2018

Noch steht es 22:15 . . .

Wir können uns einen aktuellen Beitrag zur Fußball-WM (wegen der Anwälte müssen wir sie "FIFA-WM" nennen, dankeschön) in Russland nicht verkneifen.

Selbst der hochbezahlte Profi-Fußball kann durchaus ein Spiegel unserer Gesellschaft sein. Zum Beispiel mit seiner Personalstruktur auf und neben dem Platz.

Ursprünglich spielte in England die eine Straße gegen die andere Straße. Und pragmatisch, wie die Engländer nun mal sind, erfanden sie den Schiedrichter mit Tatsachenentscheidung, um die ewigen Streitereien zu beenden. Da waren also 22 Spieler auf dem Platz und einer, der (hoffentlich) nicht mitspielte.

Dann erfand man die Abseitsregel. Dazu war auf jeder Seite ein Linienrichter erforderlich. Die Zahl der nicht operativ mitspielenden Personen stieg auf drei. Das ging jahrzehntelang gut.

Doch zuletzt öffneten sich die Schleusen. Man erfand den "Vierten Offiziellen", was auch immer der zu tun hat. Da waren es schon vier.

Bei gewissen Spielen stehen jetzt auch Torlinienrichter neben den Toren. Dafür suchen die Verbände immer die Blindesten aus, und es sind schon sechs, die nicht mitspielen, sondern überwachen.

Der ganz große Coup aber ist die Video-Überwachung, mit der die Verbände die bewährte Tatsachenentscheidung aushebeln. Bei der WM sitzen dann immer neun (!) Lemuren im Keller vor den Bildschirmen.

Es steht also noch 22:15 für die Aktiven. Doch es dauert bestimmt nicht mehr lange, bis mehr Überwacher als Spieler am Fußballspiel beteiligt sind.

Immer weniger Rabotti, immer mehr Controlletti. Der Spitzenfußball ist tatsächlich ein Spiegel unserer gesellschaftlichen Fehlentwicklung mit ihrem Kontrollwahn.